Monkey Mind
- Nancy Rarrek
- 6. Aug. 2025
- 3 Min. Lesezeit

Monkey Mind – Wenn der Kopf nicht stillsteht
Kennst du das Gefühl, gedanklich einfach nicht zur Ruhe zu kommen? Als würde dein Verstand von Thema zu Thema springen – wild, unkontrolliert, nervös.
Willkommen im "Monkey Mind". Ein Zustand, in dem dein innerer Affe ununterbrochen von Ast zu Ast hüpft. Von Sorgen zu Aufgaben, von Selbstzweifeln zu To-dos, von gestern zu morgen – nur nicht im Jetzt.
Vielleicht erkennst du dich auch darin wieder: Du willst dich konzentrieren, endlich mal nichts tun, einfach nur durchatmen – aber dein Kopf fährt Karussell. Es fühlt sich an, als wärst du Beifahrer in deinem eigenen Denken.
Was ist der Monkey Mind?
"Monkey Mind" ist ein Begriff aus der buddhistischen Lehre. Er beschreibt unseren ruhelosen Geist – unkonzentriert, überfordert, ständig auf der Suche nach dem nächsten Gedanken. In dieser mentalen Unruhe entstehen Stress, Unzufriedenheit und das Gefühl, nie wirklich anzukommen.
Unsere Gedanken tanzen ständig voraus oder bleiben in der Vergangenheit hängen. Wir überlegen, was noch zu erledigen ist, was wir hätten anders machen sollen – und vergessen dabei, einfach im Hier und Jetzt zu sein.
Warum passiert das?
Unser Gehirn liebt es, beschäftigt zu sein. Es will Lösungen finden, Gefahren erkennen, Erwartungen erfüllen. Viele von uns sind aufgewachsen mit dem Glaubenssatz: "Ich muss immer funktionieren." Daraus entstehen innere Antreiber wie:
Sei perfekt.
Streng dich an.
Mach es allen recht.
Diese Muster sorgen dafür, dass der Monkey Mind dauerhaft aktiv bleibt – selbst wenn du eigentlich zur Ruhe kommen möchtest.
Auch digitale Reize, Multitasking, ständige Erreichbarkeit und gesellschaftlicher Leistungsdruck befeuern diesen Zustand zusätzlich.
Die Folgen
Mentale Erschöpfung
Schlafprobleme
Selbstzweifel
Gereiztheit
Das Gefühl, nie genug zu sein
Du fühlst dich nicht mehr klar, nicht mehr verbunden mit dir selbst. Und manchmal wirkt selbst die einfachste Entscheidung wie ein riesiger Berg.
Wie du deinen Monkey Mind zähmen kannst
Die gute Nachricht: Du bist nicht machtlos. Du kannst lernen, deinen Gedanken-Affen sanft an die Leine zu nehmen. Nicht mit Druck, sondern mit Bewusstsein und Übung. Es geht nicht darum, deine Gedanken auszuschalten – sondern sie achtsam zu beobachten und dich nicht mehr automatisch von ihnen leiten zu lassen.
1. Achtsamkeit üben
Lenke deine Aufmerksamkeit bewusst auf den Moment. Atme tief ein und aus. Spüre deinen Körper. Beobachte deine Gedanken, ohne sie zu bewerten. Du musst nichts ändern – nur wahrnehmen.
2. Gedanken aufschreiben
Wenn dein Kopf überläuft – schreib alles raus. Gedanken sortieren sich oft durch das Schreiben von selbst. Es bringt Abstand, Entlastung und Klarheit.
3. Gedanken hinterfragen
Ist das wirklich wahr, was ich gerade denke? Möchte ich diesem Gedanken Raum geben? Was würde passieren, wenn ich diesen Gedanken einfach loslasse?
4. Selbstmitgefühl entwickeln
Behandle dich wie deine beste Freundin. Frag dich: Was würde ich ihr jetzt sagen? Und dann sag genau das – zu dir selbst. Oft sind wir so streng mit uns – doch Selbstfreundlichkeit ist heilsam und kraftvoll.
5. Rituale etablieren
Ob Spaziergang, Meditation, Musik oder Tee – kleine Rituale helfen, den Geist zu beruhigen und aus dem Gedankenkarussell auszusteigen. Sie schaffen Inseln der Ruhe im Alltag.
6. Grenzen setzen
Reduziere Reize. Lege das Handy bewusst weg. Sag auch mal Nein. Klarheit beginnt oft im Außen – und wirkt dann nach innen.
7. Dankbarkeit praktizieren
Lenke deine Aufmerksamkeit auf das, was gut ist. Was heute schön war. Was dich lächeln ließ. Das trainiert deinen Fokus auf das Positive – und bringt Ruhe in dein System.
Fazit
Der Monkey Mind ist menschlich. Jeder hat ihn. Aber du bist nicht deine Gedanken. Du bist die Person, die entscheiden kann, welchen Gedanken sie folgen möchte – und welchen nicht.
Du hast die Macht, deinen inneren Raum bewusst zu gestalten. Und manchmal beginnt das schon mit einem tiefen Atemzug und dem Satz:
"Ich glaube nicht alles, was ich denke."
Erinnere dich daran: Gedanken kommen und gehen. Du darfst wählen. Du darfst anhalten. Du darfst neu anfangen – immer wieder.
In Liebe und mit Klarheit,
Deine Nancy
Wenn du dir Unterstützung auf deinem Weg wünschst, begleite ich dich mit StrukturLiebe – persönlich, empathisch und auf Augenhöhe. Gemeinsam schaffen wir Raum für Klarheit, Leichtigkeit und neue Gedankenwege.




Kommentare